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Inga Rumpf
Photo: Anne de Wolff (official press photo, ingarumpf.de)
Classic

Inga Rumpf

Geboren: 2 August 1946, Hamburg, Germany• Germany• Aktiv: 1965–present
Blues RockSoulRockGospel

Die Hamburger Stimme hinter Frumpy und Atlantis in den 1970er-Jahren, die seither eine 50-jährige Solokarriere im Spannungsfeld von Blues, Soul und Rock aufgebaut hat — zweifache Gewinnerin des German Blues Award, die schon 1988 mit Keith Richards von den Rolling Stones jammte. Sie feierte am 2. August 2026 ihren 80. Geburtstag und beging das Jubiläum mit einem Konzert in der Elbphilharmonie Hamburg am 13. September, veröffentlicht als Live-Album Inga 80.

Instrumente
Vocals, Acoustic Guitar, Piano
Labels
Philips, Vertigo, RCA, Mercury, 25th Hour Music, MiG Music
aus
Wesermarsch, Lower Saxony, Germany (formerly Hamburg)
Geboren
2 August 1946, Hamburg, Germany
Inga Rumpf ist seit über sechzig Jahren eine der unverwechselbarsten Stimmen Deutschlands, ohne sich je in eine Schublade stecken zu lassen. Geboren wurde sie am 2. August 1946 in Hamburg als Tochter eines Seemanns und einer Näherin aus Ostpreußen, und wuchs im Stadtteil St. Georg auf — damals ein Rotlichtviertel, "ein völlig anderer Stadtteil als heute", wie sie selbst sagt (Quelle: taz.de-Interview, 1. August 2026; de.wikipedia.org/wiki/Inga_Rumpf). Als Kind ging sie von Tür zu Tür in ihrem Mietshaus und fragte die Nachbarn: "Darf ich was vorsingen?" — der Titel ihrer 2021 erschienenen Autobiografie geht direkt auf diese Kindheitsgewohnheit zurück (Quelle: taz.de-Interview; Hellfire-Magazin). Entdeckt wurde sie in einem Hamburger Teehaus vom Engländer John O'Brien-Docker und wurde 1965 Sängerin der Folk-Rock-Pionierband Die City Preachers, deren Schlagzeuger zeitweise ein junger Udo Lindenberg war (Quelle: de.wikipedia.org; taz.de-Interview). 1970 gehörte sie zu den Gründern von Frumpy, gemeinsam mit Carsten Bohn, Jean-Jacques Kravetz und Karl-Heinz Schott — eine Band, die die Frankfurter Allgemeine Zeitung als Heimat "des größten individuellen Gesangstalents" des deutschen Rock bezeichnete und für die Rumpf 1973 von den Lesern des Musik Express zur besten Rocksängerin gewählt wurde (Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Frumpy; ingarumpf.de/Downloads/Daten-Fakten). Auf Frumpy folgte die Supergroup Atlantis (1972–76) mit unter anderem Gitarrist Frank Diez, mit Aufnahmen in Londons Island Studios und Tourneen durch die USA und Großbritannien als Vorband für Aerosmith und Lynyrd Skynyrd (Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Atlantis_(German_band)). Ab 1975 folgte eine lange Solokarriere mit über 40 Alben, sie unterrichtete am Hamburger Konservatorium (1981–85) und wurde ab Ende der 1990er-Jahre zu einer zentralen Gospel- und Blues-Stimme, unter anderem als Gast auf B.B. Kings Abschiedstournee 2005/2006 (Quelle: evangelisch.de; ingarumpf.de/Downloads/Daten-Fakten). 1988 reisten Keith Richards und Ronnie Wood von den Rolling Stones von Frankreich nach London, um mit ihr aufzunehmen — Richards nennt sie bis heute "meinen Helden" (Quelle: taz.de-Interview). Sie hat den German Blues Award als beste Sängerin zweimal gewonnen (2018 und 2020) und erhielt Hamburgs höchste Kulturauszeichnung, die Biermann-Ratjen-Medaille, im selben Jahr, in dem sie 75 wurde (Quelle: ingarumpf.de/Downloads/Daten-Fakten; t-online.de). Am 13. September 2026 feiert sie ihren 80. Geburtstag mit einem ausverkauften Konzert in der Elbphilharmonie, das als Livealbum erscheinen soll (Quelle: taz.de-Interview; elbphilharmonie.de).

Musikalischer Einfluss

Inga Rumpfs Bedeutung liegt darin, dass sie schon lange, bevor der Begriff "weibliche Rockstimme" in Deutschland geläufig war, darauf bestand, als gleichwertige Musikerin unter Männern auf der Bühne zu stehen — gekleidet wie ihre Bandkollegen, mit langen Haaren und Unterhemd, sodass das Publikum nach ihren eigenen Worten "erst auf den zweiten Blick" erkannte, dass sie eine Frau war (Quelle: taz.de-Interview). Journalisten haben immer wieder versucht, sie als "Deutschlands Janis Joplin" einzuordnen, was sie selbst zurückweist — "ich singe überhaupt nicht wie Janis Joplin" — und genau dieses Beharren auf einer eigenen Stimme hat sie über sechs Jahrzehnte zu einem Referenzpunkt für weibliche Blues- und Rockstimmen in Deutschland gemacht (Quelle: taz.de-Interview). Dass Tina Turner Rumpfs Komposition "I Wrote a Letter" 1983 als B-Seite ihrer Comeback-Single "Let's Stay Together" aufnahm, ist ein konkreter Beleg für die Reichweite ihres Songwritings über die eigenen Aufnahmen hinaus (Quelle: taz.de-Interview; evangelisch.de).

Prägende Erlebnisse

  • •Sang als Kind von Tür zu Tür in ihrem Mietshaus für ein paar Groschen — diese Gewohnheit gab ihrer 2021 erschienenen Autobiografie 'Darf ich was vorsingen?' den Titel (Quelle: taz.de-Interview; Hellfire-Magazin).
  • •Wurde in einem Hamburger Teehaus vom Engländer John O'Brien-Docker entdeckt, der Die City Preachers gründete und sie ab 1965 zur Sängerin machte (Quelle: taz.de-Interview).
  • •Nahm 1968 am deutschen Schlager-Wettbewerb mit 'Schade um die Tränen' teil, in einem türkisfarbenen Minikleid, zu dem sie die Plattenfirma drängte — ein früher kommerzieller Umweg, bevor sich ihre Rock- und Blues-Identität festigte (Quelle: de.wikipedia.org; taz.de-Interview).
  • •War 1970 an der Gründung von Frumpy beteiligt, im selben Jahr, in dem der Hamburger Club Onkel Pö eröffnete — ein Ort, den sie ihr 'zweites Wohnzimmer' nennt und an dem sie Al Jarreau und Mitch Ryder live sah (Quelle: taz.de-Interview).

Instrumente & Ausrüstung

Sonstiges

Akustikgitarre und Klavier

Spielt außerdem Akustikgitarre und Klavier, sichtbar unter anderem bei ihrem Konzert in Nordenham im August 2026 (Quelle: NWZ-Konzertbericht, 16. August 2026).

Gesang

Gesang

Ihr Hauptinstrument während der gesamten Karriere, vom Folk-Rock und Krautrock-nahen Frumpy bis zu Blues, Soul und Gospel in ihren Solojahren (Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Inga_Rumpf).

Geschichten & Anekdoten

"1988 besuchten sie in London die Rolling-Stones-Mitglieder Keith Richards und Ronnie Wood, die beide aus Frankreich anreisten, um mit ihr aufzunehmen — jeder mit zwei Flaschen Whisky für sich selbst und einer Kiste bayerischem Bier für sie. Richards nennt sie bis heute 'meinen Helden' (Quelle: taz.de-Interview, 1. August 2026)."
"Journalisten haben sie lange als 'Deutschlands Janis Joplin' bezeichnet, ein Vergleich, den sie aktiv zurückweist: 'Ich singe überhaupt nicht wie Janis Joplin' (Quelle: taz.de-Interview)."
"1983 nahm Tina Turner Rumpfs Komposition 'I Wrote a Letter' als B-Seite ihrer Comeback-Single 'Let's Stay Together' auf — Rumpf selbst machte später eine Ballade daraus, auf dem Doppelalbum 'Universe of Dreams & Hidden Tracks' (2021) (Quelle: taz.de-Interview; evangelisch.de)."

Kollaborationen

Wohnte in den frühen Hamburger Jahren mit Rumpf in einer WG und spielte zeitweise Schlagzeug bei Die City Preachers; beide traten 2011 bei Lindenbergs MTV-Unplugged-Special erneut gemeinsam auf (Quelle: t-online.de; taz.de-Interview).

Organist/Keyboarder, Mitbegründer von sowohl Frumpy als auch Atlantis, später fester Weggefährte (Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Frumpy; en.wikipedia.org/wiki/Atlantis_(German_band)).

Gitarrist der Supergroup Atlantis (1972–76) (Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Atlantis_(German_band)).

Reiste 1988 gemeinsam mit Ronnie Wood von Frankreich nach London, um mit Rumpf aufzunehmen (Quelle: taz.de-Interview).

Nahm 1983 Rumpfs Song 'I Wrote a Letter' als B-Seite zu 'Let's Stay Together' auf (Quelle: taz.de-Interview; evangelisch.de).

Lud Rumpf 2005/2006 als Gastkünstlerin auf seine Abschiedstournee ein (Quelle: evangelisch.de).

Sehen & Hören

Empfohlen

Inga Rumpf & Friends live | Rockpalast | 2006

WDR Rockpalast

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Henter videoer fra YouTube…

Presse & Zitate

"Die Frau ist auf der Bühne immer noch absolut hörenswert. Stimmlich unverkennbar, jedoch weiter gereift wie alter Wein, präsentierte sich Inga Rumpf."
Michael Schnell · Konzertkritiker, RockTimes / Nordwest-Zeitung · 2009 — RockTimes
"Okay, die Gelenke knacken, die Knochen krachen, der Lack ist ab, aber die Grundierung ist noch vorhanden."
Jörg Eilers · Konzertkritiker, RockTimes / Nordwest-Zeitung · 2026 — Nordwest-Zeitung

Diskografie

JahrTitelProduzentStudioLabelChartsVerkaufMusikerYouTubeAnmerkungen
1970All Will Be Changed——Philips———Debütalbum mit Frumpy.
1971Frumpy 2——Philips———Enthält 'How the Gypsy Was Born', den bekanntesten Song der Band.
1972By the Way——Philips———Frumpys drittes und letztes Studioalbum, bevor die Band zu Atlantis wurde.
1972Atlantis——Vertigo———Debütalbum der Supergroup Atlantis, aufgenommen in den Island Studios, London.
1973It's Getting Better——Vertigo———Zweites Atlantis-Album.
1975Get On Board——Vertigo———Viertes und letztes Atlantis-Album, bevor Rumpf solo ging.
1975Second Hand Mädchen——RCA———Rumpfs Debüt als Solokünstlerin.
2005Live At Rockpalast 2006——MiG Music———Konzert, aufgenommen am 20. Oktober 2006 in Bonn für WDR Rockpalast; erweiterte CD/DVD-Neuauflage 2024.
2013White Horses——25th Hour Music———Doppel-LP, erreichte Platz fünf der deutschen Jazzcharts.
2021Universe of Dreams (& Hidden Tracks)——25th Hour Music———Doppelalbum zu Rumpfs 75. Geburtstag, enthält eine Balladenversion von 'I Wrote a Letter'.
2026Inga 80——TBA———Geplante Live-Aufnahme des 80.-Geburtstagskonzerts in der Elbphilharmonie, 13. September 2026.

Bekannte Lieder

01How the Gypsy Was Born (Frumpy, 1971) (Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Frumpy)
02I Wrote a Letter (geschrieben von Rumpf, gecovert von Tina Turner 1983, Balladenversion 2021) (Quelle: taz.de-Interview)
03My Life Is A Boogie (Live-Favorit) (Quelle: RockTimes-Konzertbericht, 2009)

Auszeichnungen

2018
German Blues Award
Beste Sängerin, Baltic Blues Festival, Eutin
2020
German Blues Award
Beste Sängerin (wiederholter Gewinn)

Externe Links

Booking / Kontakt

Booking-Agentur
Nicht öffentlich verfügbar
Agent/Management
Andreas Linke (PR & Management)
Booking-E-Mail
Nicht öffentlich verfügbar
Booking-Telefon
0171 5420439
Booking-URL
Nicht öffentlich verfügbar

A separate agency, saveON | Multimedia Management, also lists Inga Rumpf among its represented artists (office@saveon.de) — unconfirmed by her own official site, reported here as secondary information only.

Quelle

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